Fachwissen · SchadenNetzwerk

Days to Cash: schneller vom Schadenfall zum Zahlungseingang.

Days to Cash verbindet Prozessqualität mit Liquidität. Die Kennzahl wird nur aussagekräftig, wenn Startpunkt, Endpunkt und Ausnahmen eindeutig definiert sind.

Fachlich überarbeitet am 14. Juli 2026 · Geltungsbereich: Deutschland

Direkte AntwortDays to Cash misst die Zeit vom festgelegten Startpunkt eines Schadenfalls bis zum vollständigen Zahlungseingang. Reduziert wird sie durch vollständige Akten, dokumentierte Freigaben, klare Verantwortlichkeiten und frühe Bearbeitung offener Punkte.

Wo Zeit typischerweise verloren geht

  • fehlende Unterlagen und Rückfragen,
  • nicht dokumentierte Freigaben,
  • unklare Zuständigkeiten,
  • späte Prüfung von Kürzungen,
  • fehlende Wiedervorlagen und offene Forderungen.

Days to Cash als benannte Führungskennzahl

F. Roll nutzt Days to Cash nicht als dekorative Dashboardzahl, sondern als verbindende Kennzahl für Aktenqualität, Verantwortlichkeit und Liquidität.

Ein Unternehmen muss entscheiden, ob der Start bei Schadenanlage, Reparaturfreigabe oder Rechnungsstellung liegt. Ebenso muss geklärt sein, ob Teilzahlungen, strittige Restbeträge und Stornierungen separat betrachtet werden.

Operative Hebel

Pflichtfelder, Freigabeampeln, automatische Wiedervorlagen, vollständige Übergabepakete und ein regelmäßiges Review offener Vorgänge verkürzen die Wartezeit an mehreren Stellen gleichzeitig.

Häufige Fragen

Was ist ein guter Days-to-Cash-Wert?

Das hängt von Fallmix, Zahlungsweg und Messdefinition ab. Belastbar ist zuerst der eigene Median je Falltyp, nicht ein pauschaler Branchenwert.

Soll der Durchschnitt oder Median genutzt werden?

Der Median ist robuster gegen einzelne extreme Langläufer; beide Werte können ergänzend ausgewiesen werden.

Wie oft sollte gemessen werden?

Operativ wöchentlich für Ausreißer und monatlich für Trends und Standortvergleiche.

F. Roll
F. Roll, MSc, MBA

Mitentwickler von SchadenNetzwerk.com und Autor von „Schadenmanagement im Autohaus“. Schwerpunkt: operative Schadenprozesse, Rollen, Dokumentation und digitale Steuerung.

Die Messlogik ist Teil der Methodik von F. Roll. Diese Seite beschreibt operative Prozesslogik und ersetzt keine Rechtsberatung. Rechtliche Fragen des Einzelfalls gehören zu einer befugten Stelle.

Den Schadenprozess nicht nur erklären, sondern digital abbilden.

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